Hast du ein Herz-Kopf-Dilemma?

Bist du eine kontrastreiche Persönlichkeit? Hast du eine grosse innere Spannweite und kippst manchmal von einem Extrem ins andere? Kontrastreich zu sein ist kostbar und anspruchsvoll zugleich. 

 

Du wirst Lachen, aber in mir steckt eine Wissenschaftlerin, die genau analysiert, formuliert und nach Algorithmen sucht. Das wäre dann mein Verstand. Mein Herz ist eine Künstlerin! Et voilà, gegensätzlicher geht es kaum! Das ist eine grosse Herausforderung und gleichzeitig ein riesen Geschenk. Menschen mit einer grossen Spannweite haben ein patentes geistiges Potenzial und können hoch hinaus fliegen. Zwischen beiden Polen steckt ganz schön viel Leichtigkeit - oder eben auch Schwierigkeit. Also, ran an die Arbeit (smile). Wie du diese Brücke zwischen Kopf und Herz bauen kannst und welche zwei Gegenpole in dir schlummern, das erfährst du in der folgenden Übung und dem anschliessenden Update. Viel Spass!

Geistige Spielereien

Mach es dir bequem. Gehe Schritt für Schritt voran, sonst nimmst du dir den Prozess weg und das wäre schade. Nimm einen Stift und ein Blatt Papier. Setze beliebig viele Punkte auf das Papier. Setze jedem Punkt einen Punkt vis à vis. Es spielt keine Rolle wo. Zeichne irgendwo einen Kreis, so gross, wie du möchtest. Schau nun, wie viele Punkte du ausserhalb des Kreises hast und wie viele du innerhalb hast. Schreibe diese Zahl auf. Ich nehme als Beispiel sechs Punkte ausserhalb und keinen innerhalb. 6/0. Wenn du eine zweistellige Zahl hast, dann nimm die Quersumme, z.B. 15 = 1+5= 6 also 6/0

Beginne nun auf der rechten Seite mit dem ersten Punkt, den du siehst, der nicht im Kreis ist. Gehe nun von rechts nach links und verbinde alle Punkte der Reihe nach miteinander, also nur die Punkte, die ausserhalb sind und immer der nächste von rechts nach links. Nimm nun einen Faden oder eine Schnur. Miss damit die gesamte Länge deines Striches, der ausserhalb ist und schneide ihn dort ab. Lege die Schnur (oder den Faden) vor dich hin. Miss nun mit einem neuen Stück Schnur/Faden den Kreisumfang und schneide ein zweites Stück ab. Knote nun die zwei Teile aneinander. Lege deinen Faden auf den Tisch. Nimm deinen linken Zeigefinger und lege ihn auf das Fadenende auf der linken Seite und den rechten Zeigefinger auf das Fadenende rechts. Nimm die Schnur auf und strecke deine Arme nach vorne. Der Faden bleibt angespannt. Das ist deine bewusst gelebte Range. Im Idealfall sind beide deiner Arme wie Flügel quer nach aussen gerichtet. Die Range zeigt an, wie viel du von deinem bewussten Potenzial lebst, also wie viel Spannweite du zum Fliegen zulässt und welchen Platz du dir gibst. Je offener der Winkel deiner Arme, umso mehr Potenzial bist du bereit, zu zeigen und zu leben. So kannst du nämlich dein Leben am besten umarmen. Hast du einen engen Winkel, dann liegt noch mehr Offenheit drin. Bist du über die 180 Grad hinaus, dann schummelst du etwas und nimmst es zu leger. Du schiesst übers Ziel hinaus. Alles was zwischen deinem momentanen Winkel und der ganzen Spannweite ist, wird durch deine Selbstkontrolle gebremst. Sie verhindert oft den freien Flug und verheddert sich mit Schwierigkeiten. Sie reduziert deine Flughöhe. Du gehst mit den Schwierigkeiten, meist mit Ängsten, in Resonanz. Nun schauen wir uns einmal die zwei Zahlen an, die du anfangs aufgeschrieben hast. Ich habe als Beispiel die 6/0 ausgewählt. Die erste Zahl zeigt mein offenes Potenzial an und die zweite die Resonanz der Welt. Na ja, das sieht bei meinem Beispiel nicht so rosig aus. Das hat noch Potenzial nach oben. Das Ideal ist 9/9. Dann gibst du Vollgas mit deinem Potenzial und dein Umfeld geht mit dir in Resonanz. Wenn du Lust hast, deine Flügel ganz auszubreiten und dein ganzes Potenzial in Resonanz zu bringen, dann empfehle ich dir das nachfolgende Update. Geniesse deine Leichtigkeit.

Update

Lasse dich ruhig und entspannt nieder. Atme ruhig und tief ein und aus. Nun kommt etwas auf dich zugeflogen. Schaue einfach in aller Ruhe zu. Es wird aus der Dunkelheit kommen. Wenn es dir ganz nah ist, lass alles um drumherum weiss werden. Warte ab, bis sich alles erhellt hat. Nun wirst du spüren, wie es dich nach oben zieht. Du wirst in dir Erleichterung wahrnehmen können. Es zieht dich so lange nach oben, bis du dem in die Augen sehen kannst, was dir anfangs entgegengeflogen ist. Gleiche nun dein Bewusstsein mit diesen Augen ab. Schaue einfach so lange hinein, bis du spürst, dass du eins bist mit ihnen. Lass nun alles um dich herum weiss werden. Auf deiner linken Seite zeigt sich nun die Qualität deines Herzens und auf der rechten die deines Verstandes. Die beiden Pole bilden nun deine Flügel. Zieh sie an und lass dich tragen. Werde jetzt samt Flügel eins mit dem Weiss um dich herum. Du wirst dich voller Leichtigkeit fühlen. Jetzt bist du im Flugmodus 9/9. Je öfter du diese Übung machst, umso mehr kannst du die Leichtigkeit verinnerlichen und lernen, mit dem Herzen durchs Leben zu fliegen. 

  • Selbstkontrolle loslassen
  • Ängste loslassen
  • Vertrauen finden
  • Mit dem Herzen fliegen
  • Leichtigkeit verinnerlichen

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