Usem Läbe vomne Chirschiboum

 

Mönsche si mini Härzensfründe. Sie chlättere uf mi ufe, höckli ufene Ascht und pflücke sich mini Frücht. Bevor sones chlepfigs Chirschi vo mir im Muu verschwindet, wird’s mau zersch ads Ohr ghänkt. Wenn dir euch säuber chönntet beobachte, de müesstet dir äuä schmunzlä. I wecke i euch nämlich s innere Ching, wo unbeschwärt, vouer Phantasie und Freiheit isch. Das Biud gseht öppe so us:

 

Eini hanget wienes Chäubli a mir, diä angere zwe mache äs Chirschisteiwettspöie u dise het bereits äs rot-violetts Muu, vor luter Chirschi nasche. Das isch mi Autag, fröhlichi Mönsche, wo mi bsueche und s Zämesi mit mir gniesse. Äs cha vorcho, dass mau a eim Bündeli vo mine Frücht grad drü dranne si, diä serige überchöme de bsungrigi Ufmerksamkeit, obwou sie nid d Regu si.

 

 Äs chöme nid nume Jungi zu mir. Da gsehsch öppe ou äuteri Lütlis, wo mini Chärne bruche fürnes Chirschisteichüssi. Das düe sie de aube ufheize u uflege, um s Rheuma z lindere. Chuum wirds Früehlig, chöme Familiene zu mim Stamm. Denn wird ä grossi Dechi usgleit, damit aui druf Platz hei. Äs git bunti Dechine, eitönigi, pastelligi, serigi mit Sujet druf und «patchgwörkti». S Picknickchörbli darf de aube o nid fähle. Das isch gfüllt mit gsunge Frücht, feinem Tee und Naschereie. Mängisch si sie aktiv ines Gspräch verwicklet, läse gmüetlech äs Buech oder schiebe äs Jässli. Dr Momänt wird gnosse, das isch klar. D Ching spiele Ziggis, Versteckis oder hei ihri Pokemoncharte derbi. Usgstossni gits bi mir nid. Jede het sis Plätzli hiä.

 

Muggigringe blibe nid lang, diä nä ir Regu Abstang. I bi nämlich vou mit gueter Luune und nid z brämse. Mini Bsinnig isch sunnig u mis Gmüet gmüetlech. Öpper wo duet umehadere vertreit mis fröhliche Wäse nid. Mängisch hani sogar s Gfüeu, es macht sä no grantiger aus vorhär, wenn sie mi gseh. Wahrschiinlich erinnere sie sich no as Chingsi, heis aber guet im Härzchämmerli verruumt, drümau gsplosse u dr Schlüssu ire Schublade versänkt. S Läbe isch nid jedermanns Sach. Nid jede wott derfür ufdue, obwous für aui gnue Chirschi hätt, aber erklär das mau dene Suurampfele. Dir aui sit doch mitere guete Gsinnig uf diä wunderbari Ärdchugele cho. Statt sich säuber i däm Mass abzlehne, wärs eifacher, sie würde lehre, sich mau azlehne. Äs git nämlich kes schöners Gfüeu aus das.

 

Wenn dr Abestärn fat afo füreglitzere und diä Verliäbtä zue mir chöme, de tschuderets mi zersch mau so richtig. Dä Strom vouer Liebi geit aube grad dür mi düre. Wenn sie sich de sanft berüehre und enang ä Kuss schänke, de luegeni aube wäg. Das si magischi Momänte und diä ghöre nur ihne.

 

Egau, ob d verliäbt bisch, vertröimt, verspiut oder dr Chopf vouer guetgsinnte Flouse hesch, bi mir bisch geng wiukomme. I bi dr Boum vor Läbesfüui. 

 

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